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Stress trifft uns alle, doch der Körper enthüllt oft höhere Werte als vermutet. Mikronährstoffe können Stress messbar senken und die persönliche Resilienz stärken, wie die Masterarbeit von Dr. med. dent. Marc Bultmann zeigt. Im Wissenschaftsgremium beim schweizer Gesundheitsfernsehen QS24 stellte Herr Dr. Bultmann seine Forschungsergebnisse gemeinsam mit unserem wissenschaftlichen Leiter Prof. Dr Elmar Wienecke vor und beantworten die Frage: Helfen Mikronährstoffe bei Stress?.

Lassen Sie uns hier in die wichtigsten Insights der Arbeit einsteigen:

Stress messen mit BDNF

Der Brain Derived Neurotrophic Factor (BDNF) dient als präziser Marker zur Stressmessung. Dieses Protein wird im Gehirn, vor allem im Hypothalamus und Hippocampus, produziert und kann im Blutserum erfasst werden, da es die Blut-Hirn-Schranke passiert. Normwerte liegen zwischen 18,3 und 31,4 Nanogramm pro Milliliter; Werte darüber deuten auf akuten Stress hin, darunter auf chronischen Stress.

Stress verkleinert den Hippocampus, was die BDNF-Produktion mindert und neuronale Plastizität beeinträchtigt. BDNF fördert das Nervenwachstum und schützt vor Zelltod, entgegen früherer Annahmen, dass verlorene Gehirnzellen nicht nachwachsen. Faktoren wie Ernährung, Lichtexposition, Alter, Geschlecht und Gewicht beeinflussen den BDNF-Spiegel.

Mikronährstoffe senken Stresslevel

In der 15-wöchigen Studie mit 30 Probanden (Durchschnittsalter 52,6 Jahre, 21 Frauen, 9 Männer) wurden spezifische Mikronährstoffe eingesetzt. Die Verumgruppe erhielt verschiedene Mikronährstoffe Phenylalanin, Tyrosin, Selen, Magnesium und Omega-3-Fettsäuren. Alle Probanden mit anfänglich akutem Stress (BDNF > 31,4 ng/ml) normalisierten sich in den Referenzbereich, außer einer möglichen genetischen Ausnahme.

Der WHO-5-Index zur Wohlbefindlichkeitsmessung verbesserte sich signifikant in der Verumgruppe, alle Werte unter 13 stiegen in den gesunden Bereich. Zusätzlich sanken HbA1c, Harnsäure, Triglyzeride, Omega-3 stieg an, ebenso Vitamin D. Probanden berichteten von besserem Schlaf, höherer Gelassenheit und gesteigerter Stressresilienz.

Stressresilienz steigern durch Nährstoffe

Stressresilienz beschreibt die Fähigkeit, Belastungen widerstandsfähig zu begegnen, ohne krank zu werden. Mikronährstoffe stärken biochemische Anpassungsmechanismen und verhindern Sympathikus-Überaktivität, die Blutdruck steigert, Muskeln anspannt und Ängste fördert. Die Gabe von Rhodiola rosea (Rosenwurz) verbesserte zusätzlich die geistige Leistungsfähigkeit und Stresswahrnehmung.

Dr. Bultmann selbst, als Zahnarzt in einem hochstressigen Beruf, erlebte persönlich mehr Gelassenheit gegenüber Bürokratie und Alltagsanforderungen. Seine Mitarbeiter bestätigen ruhigere Reaktionen. Die Studie zeigt, dass Nährstoffmangel, Krankheiten wie Burnout oder Depressionen begünstigt.

Zahngesundheit und moderne Diagnostik

Biologische Zahnmedizin verbindet Mundgesundheit mit systemischer Gesundheit durch Diagnostik wie RANTES, NICO und Cavitau-Gerät. RANTES-Werte und niedriges CRP signalisieren oft Foki im Mundkieferbereich, die systemische Entzündungen verursachen. Das Ultraschallgerät von Dr. Lechner ermöglicht präzise Nachweis von Herden, ergänzend zu Röntgen, das Schatten übersehen kann.

Wurzelbehandelte Zähne oder Foki wirken als Störfelder, blockieren Therapien anderswo, z. B. Schulterprobleme lösten sich nach Extraktion von entzündlichem Material im Mundraum. In Deutschland nutzen nur ca. 20 Spezialisten diese Geräte.

Mikronährstoffe in Zahnmedizin einsetzen

Dr. Bultmanns Praxis in Villingen-Schwenningen ist spezialisiert auf Keramikimplantate und verzichtet weitgehend auf Antibiotika durch Vorab-Mikronährstoffgabe. Bei Implantaten oder Sinuslift stabilisiert dies das Immunsystem und erhöht die Resilienz.

Auch die Patienten fordern immer mehr pharmareduzierte Ansätze ohne Nebenwirkungen um beispielsweise die Darmbelastung durch Antibiotika zu vermeiden.

Ähnlich Erfahrungen hat Dr. Bultmann auch bei der Behandlung von Parodontitis gemacht: Der aMMP-8-Wert sinkt bei gezielter Mikronährstoffgabe ebenfalls ohne Antibiotika.

Masterarbeit Stressbelastung durchführen

Die Arbeit entstand aus Dr. Bultmanns Forschung im FHM-Studiengang bei Prof. Wienecke. Vier Zahnarzt-Kursmitglieder die sich ebenfalls als Probanden zur Verfügung stellten, wiesen katastrophale Kortisolwerte auf, fühlten sich aber vital durch Kompensationssysteme.

Wichtige Erkenntnisse aus der Studie zur Frage: Helfen Mikronährstoffe bei Stress?

  • BDNF-Normalisierung steigert neuronale Plastizität und Krankheitsresistenz.
  • Mikronährstoffe unterstützen Stressbewältigung ohne Nebenwirkungen, ergänzen Medikamente wie Antibiotika und können sie teilweise sogar ganz überflüssig machen.
  • Prävention von Burnout und Depression durch lebenslange Substitution essenziell.

Der Körper kann sich nicht selbst regulieren, wenn ihm die Bausteine fehlen und genauso ist es bei der Gehirnzellen-Regeneration. Zum Abschluss hebt Dr. Bultmann hervor: Die Wissenschaft lebt vom Diskurs und vom Austausch. Die ganzheitliche, medizinische Ausbildung muss biochemische Grundlagen noch weiter integrieren.

Wir laden Sie ein, sich das gesamte Video anzuschauen, um noch mehr Einblicke und Einsichten in die Zusammenhänge zwischen Mikroährstoffen und Stress zu gewinnen: