Diabetes mellitus wird seit Jahrtausenden über den Zucker definiert. Bereits in der Antike diagnostizierten Ärzte die Erkrankung am süssen Geschmack des Urins, was der Krankheit den Namen „Honigsüsser Ausfluss“ verlieh. Doch diese traditionelle Definition greift zu kurz und führt dazu, dass viele Menschen jahrelang unerkannt an Diabetes leiden, während die Krankheit bereits irreversible Schäden an den Blutgefässen anrichtet. Lassen Sie uns mit Prof. Pfützner zunächst tiefer in die Materie Diabetes einstauchen und dann aufzeigen, wie Mikronährstoffe bei Diabetes und seiner Vermeidung unterstützen können.
Prof. Dr. Dr. Andreas Pfützner ist führender Diabetologe mit über 30 Jahren Erfahrung und mehr als 400 klinischen Studien, bringt es auf den Punkt: Diabetes ist keine reine Zuckerkrankheit, sondern eine komplexe Stoffwechselstörung mit mehreren Grunddefekten. Seine bahnbrechenden Erkenntnisse zeigen, dass der erhöhte Blutzucker lediglich ein Symptom ist, nicht die Ursache der Erkrankung.
Die drei verborgenen Grundstörungen bei Diabetes
Diabetes besteht aus drei zentralen Fehlfunktionen, die lange vor den sichtbaren Blutzuckererhöhungen existieren. Die erste Störung ist eine vererbte Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse, die das Insulin nicht mehr korrekt produziert und stattdessen vermehrt den Vorläufer Proinsulin ausschüttet.
Die zweite Störung betrifft das Fettgewebe: Insulin ist das einzige normale Hormon im Körper, das überhaupt in der Lage ist, Fettzellen aufzubauen, was zu einer deutlichen Gewichtszunahme führt.
Die dritte und besonders tückische Störung ist die Insulinresistenz. Durch die Hormonsekretion aus dem vermehrten Fettgewebe wird das Insulin immer weniger wirksam. Diese hormonelle Überproduktion geht zusätzlich mit einer chronischen Entzündung im Körper einher. Das Fatale: Solange die Insulinsekretion der Bauchspeicheldrüse ausreicht, um den Blutzucker unter die klinisch definierten Grenzwerte zu senken, kann der Diabetes über Jahre bis Jahrzehnte existieren, ohne dass er erkannt wird.
Intaktes Proinsulin: Der Blutwert, den Sie kennen sollten
Es gibt einen Biomarker, der die Diabetesentwicklung Jahre vor den ersten Blutzuckererhöhungen anzeigen kann: das intakte Proinsulin. Dieser Parameter misst den Vorläufer des Insulins, der normalerweise im Blut überhaupt nichts verloren hat. Wenn die vererbte Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse vorliegt, steigen die Proinsulinspiegel zunächst nach dem Essen an und später auch im Nüchternzustand.
Der entscheidende Vorteil: Proinsulin kann den Blutzucker ebenfalls senken, sodass die Diabetes typischen Blutzuckerwerte noch völlig normal erscheinen. Der kritische Grenzwert liegt bei sieben Picomol pro Liter. Liegt der Wert darüber, ist die Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse nachweisbar und die Entwicklung zum Diabetes über kurz oder lang vorgezeichnet. In Deutschland wird dieser Test bereits bundesweit von grossen Laboren angeboten, in der Schweiz und Österreich wird er zunehmend verfügbar.
Genetische Veranlagung: Was wirklich vererbt wird
Die genetische Komponente bei Diabetes wird oft missverstanden. Es gibt nicht ein einzelnes Diabetesgen, sondern mehrere Kandidaten, die alle zu einer Sekretions und Produktionsstörung der Bauchspeicheldrüse führen. Die Vererbungswahrscheinlichkeit folgt klaren Mustern: Hat ein Elternteil Diabetes, beträgt das Risiko für die Kinder 50 Prozent, da sie entweder das kranke oder das gesunde Gen erben.
Haben beide Elternteile Diabetes, steigt das Risiko auf mindestens 75 Prozent. Die Rechnung: Es gibt nur eine 25 prozentige Chance, die gesunden Gene von beiden Elternteilen zu erben. Wenn jedoch einer der Elternteile zwei kranke Gene trägt, liegt das Risiko sogar bei 100 Prozent, da unweigerlich mindestens ein krankes Gen weitergegeben wird. Diese genetische Prädisposition ist absolut entscheidend: Ohne die entsprechenden Gene kann man keinen Typ 2 Diabetes entwickeln, egal wie viel Zucker man konsumiert.
Warum Zuckerkonsum nicht die einzige Ursache von Diabetes ist
Die weit verbreitete Annahme, dass Zuckerkonsum Diabetes verursacht, ist wissenschaftlich nicht haltbar. Wer die genetische Veranlagung nicht hat, kann so viel Zucker essen wie er möchte und wird vermutlich keinen Diabetes entwickeln. Er mag andere Probleme bekommen, etwa orthopädische durch Übergewicht, aber keinen Diabetes. Die Krankheit entsteht ausschliesslich auf dem Boden der genetischen Prädisposition.
Allerdings beeinflussen Lebensstilfaktoren den Zeitpunkt der Manifestation erheblich. Kohlenhydratreiche Ernährung führt zu einer schnelleren Manifestation, weil der Körper mehr Insulin für die Verstoffwechselung benötigt. Eine kohlenhydratarme Ernährung, viel Bewegung, Vermeidung von Übergewicht und ein Kalorienverbrauch, der den Konsum übersteigt, können die Diabetesmanifestation bis weit ins hohe Alter hinauszögern. Manche Menschen mit günstiger genetischer Konstellation entwickeln den Diabetes erst mit 80 Jahren, andere bereits mit 30.
Der normoglykämische Diabetes: Eine unterschätzte Gefahr
Es gibt einen besonders tückischen Phänotyp des Diabetes, bei dem der Blutzucker niemals ansteigt. Diese Patienten leiden ihr gesamtes Leben an den Grundstörungen der Krankheit, erleiden Herzinfarkte oder Schlaganfälle, und niemand erkennt, dass ein Diabetes die Ursache sein könnte. Sie sterben, bevor überhaupt die Diagnose gestellt wird.
Dieser normoglykämische Diabetes zeigt exemplarisch, warum die Definition über den Blutzucker so problematisch ist. Die Gefässschädigungen beginnen bereits Jahre vor den ersten Blutzuckererhöhungen. Deshalb sollten Menschen mit familiärer Vorbelastung durch Herzinfarkte, Schlaganfälle oder bekannten Diabetesfällen unbedingt ihr persönliches Risiko überprüfen lassen. Die Messung des intakten Proinsulins ist hier der Schlüssel zur Früherkennung.
Polyneuropathie bei normalen Blutzuckerwerten
Ein eindrückliches Beispiel für die Folgen des unerkannten Diabetes ist die diabetische Polyneuropathie mit normalen Blutzuckerwerten. Patienten berichten von Besuchen bei 20 Neurologen, die zwar die Nervenstörung diagnostizieren, aber aufgrund der normalen Blutzuckerwerte Diabetes ausschliessen. Da es nur drei Ursachen für Polyneuropathie gibt, nämlich toxische, infektiöse oder alkoholbedingte Schäden, landen diese Patienten automatisch in der Alkoholecke.
Selbst Abstinenzler bekommen gesagt, sie sollten mit dem Alkoholkonsum aufhören, nur weil die behandelnden Ärzte bei normalen Blutzuckerwerten den Diabetes für ausgeschlossen halten. Dabei zeigt die Messung des intakten Proinsulins in solchen Fällen regelmässig erhöhte Werte und bestätigt die diabetesinduzierte Neuropathie. Diese Fehldiagnosen führen zu unnötigem Leid und verzögerter Behandlung.
Typ 1 Diabetes im Alter: Der unterschätzte Autoimmundiabetes
Ein weiteres häufig verkanntes Phänomen ist der spätmanifeste Autoimmundiabetes. Während Typ 2 Diabetes durch die genetisch bedingte Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse entsteht, wird beim Typ 1 Diabetes die Bauchspeicheldrüse durch das Immunsystem zerstört. Beide Diabetestypen können in jedem Lebensalter auftreten.
Etwa zehn Prozent der Patienten, die jenseits des 50. Lebensjahres mit der Diagnose Diabetes zum Hausarzt kommen, haben in Wirklichkeit keinen Alterszucker, sondern einen spätmanifesten Typ 1 Diabetes. Das Problem: Diese Patienten werden zunächst mit Tabletten, vor allem Metformin, behandelt. Da sie jedoch einen absoluten Insulinmangel haben, funktioniert diese Therapie nicht. Meist dauert es zwei bis drei Jahre, bis auch der Hausarzt erkennt, dass eine Insulintherapie nötig ist. In dieser Zeit werden wertvolle Chancen verpasst, durch eine frühzeitige Insulintherapie Folgeschäden zu verhindern.
Die stille Pandemie und ihre verheerenden Folgen
Die Dimension der Diabetesproblematik wird oft unterschätzt. Über sieben Millionen Menschen in Deutschland leiden an Diabetes, 90 Prozent davon an Typ 2 Diabetes. Erschreckend ist, dass etwa 20 Prozent der Betroffenen noch nicht einmal diagnostiziert sind, obwohl sie bereits unter typischen Symptomen leiden. Der sogenannte Altersdiabetes entwickelt sich schleichend über Jahre, und die ersten Anzeichen sind für Betroffene oft schwer zu erkennen.
Die Folgen sind verheerend: Diabetiker haben ein dreifach erhöhtes Risiko für Herzinfarkte und Schlaganfälle. Jährlich werden allein in Deutschland 40.000 Amputationen durchgeführt, 2.000 Menschen erblinden neu aufgrund von Diabetes, und 30 bis 40 Prozent der Betroffenen leiden an Nierenschäden. Stündlich sterben drei Menschen in Deutschland an den Folgen dieser Krankheit. Insgesamt sterben 75 Prozent der Diabetiker an den Folgen ihrer Erkrankung.
Symptome, die Sie nicht ignorieren sollten
Diabetes tut nicht weh, und genau das ist das Problem. Wenn Diabetes wehtäte, würden sich Menschen viel konsequenter an therapeutische Empfehlungen halten. Wenn die Krankheit Schmerzen verursacht, ist es meist bereits zu spät: Dann sind bereits Nierenschäden, Nervenschäden, Augenprobleme oder Herz Kreislauf Ereignisse eingetreten.
Es gibt jedoch Warnsignale, die auf eine Stoffwechselentgleisung hindeuten. Wenn der Blutzucker massiv ansteigt, versucht der Körper, den Zucker über die Niere auszuscheiden. Dies führt zu extremem Durst, stark erhöhter Trinkmenge von deutlich über zwei Litern täglich und ständigem Harndrang. Bei dieser Symptomkombination sollte umgehend der Blutzucker gemessen werden. Im Durchschnitt leben Betroffene acht Jahre mit der Krankheit, bis sie überhaupt diagnostiziert und behandelt werden.
Was Sie präventiv tun können
Ob man den Diabetes niemals bekommt, lässt sich nicht mit Sicherheit vorhersagen, da dies vom individuellen Phänotypen abhängt. Dennoch können Lebensstilmassnahmen die Manifestation erheblich hinauszögern.
Eine gesunde, kohlenhydratarme Ernährung ist besonders wichtig, weil der Körper dadurch weniger Insulin für die Verstoffwechselung benötigt. Kombiniert mit regelmässiger Bewegung und dem Vermeiden von Übergewicht kann die Diabetesmanifestation bis weit ins hohe Alter hinausgeschoben werden.
Ein konkretes Beispiel: Ein Leistungssportler in Prof. Pfützners Praxis entwickelte den Diabetes erst mit 80 Jahren. In diesem Alter spielt die Diagnose keine grosse Rolle mehr, da bei guter Behandlung niemals Spätschäden auftreten werden. Das Ziel der modernen Diabetesbehandlung ist es, dass Menschen in Würde altern können, ohne Gesundheitsstörungen, idealerweise sogar gesund sterben. Ein Diabetes, der mit 80 Jahren kommt, stört dieses Ziel nicht mehr.
Helfen Mikronährstoffe bei Diabetes
Eine oft unterschätzte Rolle spielen Mikronährstoffe sowohl in der Prävention als auch bei bereits bestehendem Diabetes. Der Stoffwechsel benötigt für eine optimale Funktion eine ausreichende Versorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen, Spurenelementen und sekundären Pflanzenstoffen. Besonders bei Diabetikern ist der Bedarf an bestimmten Mikronährstoffen erhöht, während gleichzeitig durch die Stoffwechselstörung häufig Defizite entstehen. Eine gezielte Mikronährstofftherapie kann die Insulinsensitivität verbessern, oxidativen Stress reduzieren und die Funktion der Bauchspeicheldrüse unterstützen.
Ernährung bei Diabetes
Der von Prof. Wienecke empfohlene Glycoplan nach Dr. Kurt Mosetter bietet hier einen ganzheitlichen Ansatz für die Mikronährstofftherapie bei Diabetes. Im Kontext der Mikronährstofftherapie ist der Glycoplan die optimale Grundlage, damit individuell supplementierte Mikronährstoffe vom Darm aufgenommen werden und der Status quo sich wieder reguliert. Dieses Konzept basiert auf der Erkenntnis, dass der Kohlenhydratstoffwechsel nur dann optimal funktionieren kann, wenn alle notwendigen Mikronährstoffe in ausreichender Menge vorhanden sind.
Der Glycoplan sorgt für die optimale Basisversorgung und kann Diabetikern helfen, ihren Blutzuckerspiegel zu stabilisieren, die Insulinwirkung zu verbessern und damit die Grundlage für eine bessere Stoffwechselkontrolle zu schaffen. In Kombination mit der kohlenhydratarmen Ernährung und ausreichend Bewegung entsteht so ein kraftvolles Präventions und Therapiekonzept.
Die Bedeutung der Familiengeschichte
Zur Einschätzung des persönlichen Diabetesrisikos ist die Erforschung der Familiengeschichte unverzichtbar. Wichtige Fragen sind: Hatten die Eltern oder Grosseltern Diabetes? Gibt es in der direkten Verwandtschaft Todesfälle durch Herzinfarkte oder Schlaganfälle, die eigentlich keine klassischen Diabetesfolgen sind, aber durch Diabetes begünstigt worden sein könnten?
Diese Informationen erhöhen das persönliche Risiko erheblich. Zusätzlich spielt die eigene körperliche Zusammensetzung eine Rolle: Wer etwas zu kurz für sein Körpergewicht ist, bei dem kann sich die Manifestation beschleunigen. Das Manifestationsrisiko kann durch Lebensstil beeinflusst werden, auch wenn das genetische Grundrisiko unveränderlich ist. Die ethnische Herkunft spielt ebenfalls eine Rolle: In arabischen Ländern manifestiert sich der Typ 2 Diabetes im Durchschnitt bereits Anfang bis Mitte 30, während in Europa das typische Manifestationsalter Anfang bis Mitte 50 liegt.
Empfehlung für regelmässige Vorsorgeuntersuchungen
Jeder Mensch mit familiärer Vorbelastung sollte sein Diabetesrisiko regelmässig überprüfen lassen. Bei den jährlichen Check-ups, bei denen ohnehin Blutzucker und der Langzeitblutzuckerwert HbA1c gemessen werden, sollte unbedingt auch das intakte Proinsulin bestimmt werden. Eine Messung alle zwei Jahre bietet einen zusätzlichen Sicherheitsparameter, der beschreibt, ob bereits ein Diabetes existiert, der den Blutzucker noch nicht erhöht, aber bereits die Blutgefässe schädigt.
Ist das intakte Proinsulin erhöht, ist der Diabetes bereits vorhanden, es ist nur eine Frage der Zeit, wann der Blutzucker hochgehen wird. Dann findet ein Wettlauf statt: Reicht die Zeit nur für die Diabetesentwicklung, oder stirbt der Betroffene vorher am Herzinfarkt? Diese provokante Frage verdeutlicht die Dringlichkeit der Früherkennung. Wichtig ist die genaue Bezeichnung: Es muss das „intakte Proinsulin“ gemessen werden, nicht nur Proinsulin allgemein.
Warum 60 Prozent der Dialysepatienten Diabetiker sind
Die Spätfolgen des unerkannten oder unzureichend behandelten Diabetes sind dramatisch. 60 Prozent aller Dialysefälle sind Diabetespatienten, 50 Prozent der Erblindungen gehen auf das Konto von Diabetes. Diese alarmierenden Zahlen zeigen, dass Diabetes weit mehr ist als eine harmlose Stoffwechselstörung. Die Krankheit greift die kleinen und grossen Blutgefässe im gesamten Körper an.
Das Perfide: Diese verheerenden Folgen entwickeln sich schleichend und schmerzlos über Jahre. Wenn Diabetes endlich Symptome verursacht, sind meist bereits irreversible Schäden entstanden. Die Nieren versagen, die Netzhaut wird zerstört, Nerven sterben ab, und die Gefässe verkalken. Dabei könnten all diese Folgen durch rechtzeitige Erkennung und richtige Behandlung grösstenteils vermieden werden.
Der Paradigmenwechsel in der Diabetesbehandlung
Die konventionelle Diabetesbehandlung konzentriert sich vor allem auf die Blutzuckersenkung. Die personalisierte Diabetestherapie nach Prof. Pfützner setzt dagegen auf eine ganzheitliche Behandlung der zugrunde liegenden Stoffwechselstörungen. Statt nur Symptome zu behandeln, geht dieser Ansatz gezielt auf die drei Grundstörungen ein: die Fehlfunktion der Bauchspeicheldrüse, die hormonelle Überproduktion des Fettgewebes mit begleitender Entzündung und die Insulinresistenz.
Die Phänotypisierung ermöglicht eine individualisierte, frühzeitige Behandlung, die das Fortschreiten der Krankheit verhindern und die Lebensqualität langfristig sichern kann. Diese Behandlungsphilosophie zielt darauf ab, dass Menschen gesund altern können, ohne die typischen Diabetesfolgen zu erleiden. Die einzigartige Kombination aus wissenschaftlicher Diagnostik und massgeschneiderter Therapie bietet Patienten die Chance auf eine stabilere und effektivere Diabeteskontrolle.
Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse
Diabetes ist keine harmlose Zuckerkrankheit, sondern eine komplexe Erbkrankheit mit drei Grundstörungen, die bereits Jahre vor erhöhten Blutzuckerwerten existieren und Schäden anrichten. Wesentliche Erkenntnisse aus dem Interview mit Prof. Dr. Dr. Andreas Pfützner:
- Diabetes wird ausschliesslich vererbt, Zuckerkonsum ist nicht die Ursache
- Das intakte Proinsulin ist ein Frühmarker, der Diabetes Jahre vor Blutzuckererhöhungen anzeigt
- Der kritische Grenzwert liegt bei sieben Picomol pro Liter
- Es existiert ein normoglykämischer Diabetes mit normalem Blutzucker, aber bereits bestehenden Gefässschäden
- Etwa zehn Prozent der über 50 Jährigen mit Diabetes Diagnose haben einen verkannten Typ 1 Diabetes
- 75 Prozent der Diabetiker sterben an den Folgen ihrer Erkrankung
- Regelmässige Messungen des intakten Proinsulins alle zwei Jahre werden empfohlen
- Kohlenhydratarme Ernährung und Bewegung können die Manifestation hinauszögern
- Die Behandlung sollte alle drei Grundstörungen adressieren, nicht nur den Blutzucker
Die Botschaft ist eindringlich: Ignorieren Sie diese Krankheit nicht, auch wenn sie nicht wehtut. Diabetes ist eine Pandemie in unserer Gesellschaft und einer der Hauptgründe dafür, dass Herz Kreislauf Erkrankungen die häufigste Todesursache sind.
Wenn die Krankheit rechtzeitig erkannt und richtig behandelt wird, können alle Spätschäden vermieden werden. Kümmern Sie sich um Ihre Gesundheit, lassen Sie Ihr persönliches Risiko überprüfen und fordern Sie aktiv die Messung des intakten Proinsulins bei Ihrem Arzt ein.
Prof. Pfützners Praxis finden Sie hier.
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Die hier zusammengefassten Erkenntnisse sind nur ein Ausschnitt aus dem umfassenden Gespräch mit Prof. Dr. Dr. Andreas Pfützner. Im vollständigen Video aus der QS24 Sprechstunde erhalten Sie ab Minute 29:30 noch mehr wertvolle Einblicke in die komplexen Zusammenhänge der Diabetesentstehung, detaillierte Erklärungen zu den verschiedenen Phänotypen und konkrete Handlungsempfehlungen für Ihre persönliche Gesundheitsvorsorge. Erleben Sie die Expertise eines führenden Diabetologen mit über 30 Jahren Forschungserfahrung und profitieren Sie von Erkenntnissen aus mehr als 400 klinischen Studien, die Ihr Verständnis von Diabetes grundlegend verändern werden.