Ostern ist eine Zeit der Erneuerung und des Neubeginns. Während wir unter anderem die Ankunft des Frühlings feiern, bietet Ostern auch eine einzigartige Gelegenheit, unsere Gesundheitsroutinen zu überdenken und nährstoffreiche Traditionen und Bräuche zu nutzen und auf unser gesamtes Jahr anzuwenden. Lassen Sie uns gemeinsam erkunden, wie wir Osterbräuche mit einem Fokus auf Gesundheit, Mikronährstoffen und Wohlbefinden gestalten können.
Osterspaziergänge: Verbindung mit der Natur und Vitamin D tanken
Der Osterspaziergang ist eine wunderbare Tradition, die uns nicht nur mit unseren Lieben, sondern auch mit der Natur verbindet. Die frische Frühlingsluft und das Erwachen der Natur sind nicht nur Balsam für die Seele, sondern unterstützen auch unsere körperliche Gesundheit.
Bewegung im Freien und damit im Sonnenlicht steigert die Vitamin-D-Produktion und verbessert nach der dunklen Winterzeit spürbar die Stimmung. Vitamin D ist wichtig für die Knochengesundheit, da es die Aufnahme von Kalzium fördert. Außerdem stärkt es das Immunsystem und reguliert den Blutzuckerspiegel. In unseren Breitengraden reicht die körpereigene Produktion über die Haut oft nicht aus, weshalb gerade jetzt im Frühling jede Gelegenheit genutzt werden sollte, sich draußen aufzuhalten. Nutzen Sie diesen Brauch, etablieren Sie regelmäßige Zeit in der Natur und fördern Sie dort Ihre Achtsamkeit.
Eier und ihre Mikronährstoffe: Nicht nur an Ostern wertvoll
Heute am Ostersonntag freuen sich viele Menschen auf das traditionelle Eieressen. Und das zu Recht, denn Eier sind eines der Lebensmittel mit den meisten Zubereitungsarten und dem höchsten Nährstoffgehalt im Verhältnis zu ihrer Einfachheit. Ob gekocht, gebraten, gerührt oder gesucht und gefunden: Eier sind eine hervorragende Quelle für hochwertiges Protein, das für den Aufbau und die Erhaltung von Muskeln, Haut, Haaren und Nägeln wichtig ist. 100 Gramm Eier, also etwa zwei mittelgroße Eier, enthalten knapp 12 Gramm Protein bei nur 1,5 Gramm Kohlenhydraten und einem moderaten Fettgehalt von 9,3 Gramm, wovon ein Großteil günstige, ungesättigte Fettsäuren sind.
Neben den Makronährstoffen bieten Eier eine beeindruckende Vielfalt an Mikronährstoffen. Das Eigelb enthält dabei die meisten Mikronährstoffe, die übrigens auch nach dem Erhitzen größtenteils erhalten bleiben. Vitamin A wirkt positiv auf den Sehvorgang und unterstützt die Neubildung von Haut- und Schleimhautzellen. Vitamin E soll zellschützend wirken und damit nicht nur die Hautalterung verlangsamen, sondern auch Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems vorbeugen. Verschiedene B-Vitamine, darunter Riboflavin für den Energiestoffwechsel, Vitamin B6 für die Bildung roter Blutkörperchen und Folsäure für die Zellteilung, runden das Nährstoffprofil ab. Vitamin B12 ist besonders hervorzuheben, da es nur in tierischen Lebensmitteln verfügbar ist und für die Funktion des Nervensystems unverzichtbar bleibt.
Ein interessanter Bonusfakt: Das Ei hat mit einer biologischen Wertigkeit von 100 den höchsten Wert eines einzelnen Nahrungsmittels. Dieser Wert gibt an, wie gut Eiweiße aus einem Nahrungsmittel in körpereigenes Protein umgewandelt werden können. In Kombination mit Kartoffeln erreichen Eier sogar einen Wert von circa 135. Und was viele nicht wissen: Prozentual zum Gewicht enthält das Eigelb sogar mehr Protein als das Eiweiß.
Auch das häufig diskutierte Thema Cholesterin lässt sich hier einordnen: Der Körper nimmt diesen oft für problematisch gehaltenen Stoff nicht einfach aus Nahrungsmitteln auf, sondern bildet ihn selbst. Das schädliche Cholesterin hängt nicht mit dem Konsum von Eiern zusammen, sondern mit dem von Zucker. Wer auf besonders nährstoffreiche Eier setzen möchte, greift am besten zu Eiern aus Mobilstallhaltung, da die Hühner hier nicht nur ihr artgerechtes Futter finden, sondern auch genug Sonnenlicht und Bewegung erhalten.
Fisch an Karfreitag: Ein Omega-3-Boost für das ganze Jahr
Der Verzehr von Fisch an Karfreitag ist eine weit verbreitete Tradition. Fisch, besonders fettreiche Sorten wie Lachs, Makrele und Hering, sind eine hervorragende Quelle für Omega-3-Fettsäuren, die für ihre entzündungshemmenden Eigenschaften und positiven Auswirkungen auf Herzgesundheit und Gehirnfunktion bekannt sind.
Das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten ist in den vergangenen Jahrzehnten immer reichhaltiger geworden und macht es leichter, uns regelmäßig mit vielen wichtigen Mikronährstoffen zu versorgen: Natrium, Calcium, Kalium, Selen, Zink, Jod, Vitamin B3 und Vitamin E sind nur einige davon. Zudem sind die Aminosäuren aus dem Fischeiweiß hervorragend für uns zu verstoffwechseln. Wussten Sie, dass im direkten Vergleich der Mikronährstoffgehalt bei aquatischen Lebensmitteln durchschnittlich höher ist als bei rotem Fleisch?
Einmal die Woche qualitativ hochwertigen Fisch zu essen ist eine sehr gute Idee: Nicht nur einmal im Jahr an Karfreitag. Durch die Integration von Fisch in Ihre regelmäßige Ernährung können Sie diese gesunden Fette genießen und gleichzeitig eine bedeutsame Tradition wahrnehmen.
Fastenzeit: Reinigung, Erneuerung und die richtigen Mikronährstoffe
Mit den Ostertagen endet für viele Menschen die traditionell am Aschermittwoch begonnene Fastenperiode. Fasten ist ein uraltes Element menschlicher Kultur, das heute eine bemerkenswerte Renaissance erlebt. Schon Hippokrates empfahl, kleinere Beschwerden lieber durch Fasten als durch Medikamente zu behandeln.
Während des Fastens schaltet der Körper in einen Regenerationsmodus, nutzt gespeicherte Energie und beginnt mit der Zellreinigung, der sogenannten Autophagie. Für die Entdeckung dieses zellulären Reinigungsprozesses erhielt der japanische Forscher Yoshinori Ohsumi 2016 den Nobelpreis für Medizin. Gleichzeitig werden aber auch gespeicherte Mikronährstoffe mobilisiert und verbraucht. Besonders kritisch sind dabei Vitamin D, Omega-3-Fettsäuren, Zink und Eisen.
Ob die Fastenzeit eine zusätzliche Supplementierung mit Mikronährstoffen erfordert, lässt sich pauschal nicht beantworten. Es kommt darauf an, was genau gefastet wird und welche Methode angewendet wird. Ein längerer Fastenzeitraum von mehreren Tagen oder Wochen wirkt sich natürlich anders auf den Mikronährstoffhaushalt aus als intermittierendes Fasten mit kleinen Zeitfenstern der Nahrungsaufnahme. Und: Auf Zucker zu verzichten kann sich sogar sehr positiv auf den Mikronährstoffhaushalt auswirken, ganz ohne Supplementierung. Denn Zucker raubt unserem Körper viele Mikronährstoffe.
Wer länger fastet, sollte laut Dr. med. Volker Schmiedel vorab die Nährstoffspeicher auffüllen, da viele Menschen bereits mit Defiziten starten. Während des Fastens empfiehlt sich die Zufuhr von Magnesium, Calcium und Kalium. Fettlösliche Vitamine wie D, E und K2 sowie Omega-3 sollten allerdings immer zu einer fettreichen Mahlzeit eingenommen werden, da sie sonst nicht aufgenommen werden.
Verzicht auf Zucker: Süße Alternativen entdecken
Zucker ist oft ein zentraler Bestandteil der Osterleckereien, aber sein übermäßiger Konsum kann zu gesundheitlichen Nachteilen führen. Diese Osterzeit könnte eine Gelegenheit sein, den Zuckerkonsum bewusst zu überdenken und eine gesündere Reduzierung von Süßem zu zelebrieren.
Dieser bewusste Verzicht kann nicht nur Ihre Gesundheit fördern, sondern auch neue, köstliche Entdeckungen bringen, wenn das Geschmacksempfinden für Süßes sozusagen resettet und wieder empfindsamer gemacht wird.
Regionales und saisonales Essen: Ein Fest der Fruchtbarkeit
Ostern fällt in eine Zeit, in der die Natur zu neuem Leben erwacht. Es ist die perfekte Gelegenheit, regionale und saisonale Lebensmittel zu genießen, die meist reich an Mikronährstoffen sind. Integrieren Sie frisches Gemüse und Obst in Ihre Ostermahlzeiten, um von den Vitaminen, Mineralien und Antioxidantien zu profitieren, die sie bieten. Diese Lebensmittel unterstützen nicht nur die lokale Wirtschaft, sondern sind auch eine umweltfreundlichere Wahl.
Ostern kann mehr als nur ein langes Wochenende sein
Es bietet uns eine Zeit der Erneuerung und der Reflexion über unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Indem wir Osterbräuche mit einem Bewusstsein für Mikronährstoffe und gesunde Gewohnheiten neu gestalten, können wir diesen Frühling einen Startpunkt setzen und unseren Körper wieder in ein gesundes Gleichgewicht zurückführen.
Ob durch nährstoffreiche Eier, regelmäßigen Fischgenuss, bewusstes Fasten oder den Verzicht auf Zucker: Die Traditionen rund um Ostern bieten uns wertvolle Impulse für eine nachhaltig gesunde Lebensgestaltung. Lassen Sie uns diese Osterzeit nutzen, um bewusstere, gesundheitsfördernde Entscheidungen zu treffen, die unser Leben bereichern.
Wie immer laden wir Sie dazu ein, sich hier bei über die genaueren Zusammenhänge und Ihre individuellen Möglichkeiten der Mikronährstoffanalyse zu infomieren.
Das Team von Energy for Health wünscht Ihnen frohe Ostern!