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Dieser Beitrag ist Teil unserer Reihe, in der wir auf einige Meilensteine im Lebenswerk unseres verstorbenen wissenschaftlichen Leiters Prof. Dr. Elmar Wienecke zurückblicken möchten. Vor ziemlich genau drei Jahren stellte er im Wissenschaftsgremium des Schweizer Gesundheitsfernsehens QS24 gemeinsam mit Alexander Glogg und seinem Masterabsolventen Prof. Dr. Gerd Volland einen Biomarker vor, der seine Arbeit zunächst mit Spitzensportlern auf ein neues Level holte. Was als diagnostisches Werkzeug aus der Zahnmedizin begann, entwickelte sich ihm Rahmen seiner Forschung zu einem vielversprechenden Indikator für Mikronährstoffdefizite im gesamten Körper.

Wir führen die Arbeit des Professors fort – mit dem Anspruch, für unsere Kunden höchste Qualitätsstandards in der Mikronährstoffdiagnostik zu gewährleisten, wissenschaftliche Erkenntnisse weiterzuentwickeln und sein Lebenswerk verantwortungsvoll fortzuführen.

Unser Medical-Team steht jederzeit für Fragen und individuelle Beratungen gerne zur Verfügung.

Was der aMMP-8-Speicheltest misst und warum er ein Destruktionsmarker ist

Der aMMP8 ist eine aktive Matrix Metalloproteinase, die Prof. Wienecke als biologische Gewebeschere beschrieb. Bei beginnenden Entzündungsprozessen wird dieses Enzym aktiv und beginnt, die sogenannten Tight Junctions zu durchtrennen, also jene Membranproteine, die die interzellulären Verbindungen zusammenhalten. Werden diese Verbindungen aufgelöst, entstehen Eintrittspforten für Bakterien, Toxine und Viren, die sich nicht nur lokal ausbreiten, sondern über den Körper verteilen und zu Sekundärerkrankungen führen können.

Der entscheidende Vorteil dieses Markers liegt in seiner Geschwindigkeit. Ein Röntgenbild zeigt nur die Vergangenheit, und auch eine Sonde, die eine Blutung feststellt, erkennt das Problem erst, wenn es bereits manifest ist. Der aMMP-8 hingegen zeigt den beginnenden Gewebeabbau zu einem Zeitpunkt, an dem konventionelle Methoden erst ein bis zwei Jahre später etwas erkennen würden. Eine wissenschaftlich unabhängige Kommission bestätigte Anfang 2022 die prädiktive Aussagekraft dieses Tests, der von Dentognostics in Deutschland entwickelt wurde. Ein einfacher Speicheltest, innerhalb von fünf Minuten auswertbar, der bereits ein Jahr im Voraus anzeigen kann, ob eine Verbesserung des Metabolismus erreichbar ist.

Warum dieser Biomarker weit über die Zahnmedizin hinausreicht

Für Prof. Wienecke war die zahnmedizinische Anwendung nur der Ausgangspunkt. Sein zentraler Gedanke, den er in zahlreichen Sendungen immer wieder formuliert hatte, lautete: Wenn der Mensch dem Körper die Bausteine und Energie nicht zuführt, die er braucht, dann greift der Körper auf seine eigenen Strukturproteine zurück. Genau diesen Abbau körpereigener Substanz macht der aMMP8 sehr frühzeitig sichtbar. Damit wird er zu einem universellen Indikator für energetische Engpässe, nicht nur im Mundraum, sondern im gesamten Organismus.

Ein anschauliches Beispiel lieferte der Fall einer Sportlerin, deren aMMP8 Wert dauerhaft erhöht war. Zunächst erhielt sie Mikronährstoffe, doch der Wert sank nicht. Erst als die Eiweißzufuhr erhöht wurde, fielen die Werte deutlich. Ihr intensiv trainierender Stoffwechsel hatte schlicht nicht genügend Bausteine zur Verfügung, sodass die Reparaturprozesse am Zahnfleisch nicht stattfinden konnten, obwohl in der Mundhöhle nichts Auffälliges zu sehen war. Prof. Wienecke verwies in diesem Zusammenhang auf den Zusammenhang zwischen Leaky Gut im Darmbereich und Leaky Gum (Zahnfleisch) im Mundbereich, zwei Barrierestörungen, die eng miteinander verbunden sind.

Die bahnbrechende Studie mit 30 Implantatträgern

Den wissenschaftlichen Ausgangspunkt dieser Sendung bildete eine retrospektive Interventionsstudie, die Prof. Wienecke gemeinsam mit dem Bielefelder Zahnarzt Dr. Quast durchführte und die von der Stiftung für Gesundheit und Umwelt in der Schweiz finanziert wurde. Untersucht wurden 30 Zahnpatienten mit einem Durchschnittsalter von 56 Jahren, allesamt Implantatträger mit bereits erhöhten aMMP8 Werten. Ziel war der Nachweis, dass eine gezielte Mikronährstofftherapie innerhalb von nur zwölf Wochen den Metabolismus messbar verändern kann.

Bemerkenswert war die Ausgangslage der Teilnehmer. Über den sogenannten Broca Index ließ sich zeigen, dass sich rund 61,5 Prozent der Probanden in einem einigermaßen ausgewogenen Ernährungsbereich bewegten. Damit untermauerte Prof. Wienecke eine seiner Kernthesen: Selbst bei guter Grundvoraussetzung gelingt es häufig nicht, den optimalen Bedarf an Mikronährstoffen allein über die Ernährung zu decken.

Die individuell zusammengestellte Rezeptur basierte auf einer Blut und Speichelanalyse und enthielt mehrere zentrale Komponenten:

  • Eine pflanzliche Magistralrezeptur mit den auf zellulärer Ebene gemessenen fehlenden Mikronährstoffen
  • Glutamin zur Normalisierung und Regulierung der Darmflora
  • Omega 3 zur Verbesserung der Darmpermeabilität und zum Abbau von Entzündungsprozessen
  • Magnesium für eine detonisierende, stressreduzierende Wirkung
  • Hydrolysiertes Erbsenprotein für schnellere Bioverfügbarkeit

Die Ergebnisse: 66 Prozent Reduktion des aMMP8 in zwölf Wochen

Das zentrale Ergebnis der Studie war eindrücklich. Der aMMP8 Wert sank im Durchschnitt von 63 auf 21, also um rund 66 Prozent, allein durch die gezielte individualisierte Mikronährstoffzufuhr in Verbindung mit der Lasertherapie. Prof. Wienecke betonte, dass weltweit zuvor keine einzige Studie diesen Effekt einer gezielten Mikronährstoffgabe auf diesen Marker nachweisen konnte.

Prof. Volland ordnete dieses Ergebnis aus zahnmedizinischer Sicht ein. Eine vergleichbare Reduktion von etwa zwei Dritteln erreiche man sonst nur, wenn ein Patient seine Mundhygiene erstmals vollständig umstellt und auf höchstem Niveau praktiziert. Beide Wege, die Reparatur über Aminosäuren und die Umstellung der Mundhygiene, erwiesen sich als annähernd gleichwertig. Daraus leitete Prof. Wienecke einen wichtigen Grundsatz ab: Mikronährstoffe ersetzen die Mundhygiene nicht, sondern wirken erst im Zusammenspiel mit ihr. Wer das eine vernachlässigt, um das andere zu kompensieren, wird keinen dauerhaften Erfolg erzielen, ganz so wie bei der Ernährung.

Mitochondrien, Kopplungseffizienz und Protonenleck als Beweis der Selbstregulation

Um zu zeigen, dass die Wirkung über den Mundraum hinausgeht, ließ Prof. Wienecke gemeinsam mit Frau Prof. König zusätzlich bioenergetische Marker auf der Ebene der Mitochondrien messen, den Kraftwerken der Zellen. Die Kopplungseffizienz, ein Maß dafür, wie effektiv Sauerstoff in Energie in Form von ATP umgewandelt wird, verbesserte sich im Studienverlauf von etwa 90 auf nahezu 97 Prozent.

Ein zweiter Parameter, das Protonenleck, zeigte eine ähnlich deutliche Entwicklung. Dieser Wert ist ein Gradmesser dafür, wie ökonomisch der Energiehaushalt arbeitet. Er sank von 6,62 auf 2,62, was eine erhebliche Ökonomisierung des energetischen Haushalts bedeutet. Eine Varianzanalyse belegte, dass diese Verbesserungen nicht zufallsbedingt waren, sondern statistisch nachweisbar. Für Prof. Wienecke war dies der Beleg für sein zentrales Anliegen: die körpereigenen Regulationssysteme zu normalisieren und den Organismus in die Lage zu versetzen, sich selbst zu regenerieren. Diese Selbstregulation, so seine wiederkehrende Botschaft, kann nur gelingen, wenn dem Körper die fehlenden Mikronährstoffe tatsächlich zugeführt werden.

Der aMMP8 als Biomarker der Zukunft in Sportmedizin und Früherkennung

Prof. Wienecke sah in diesem Marker weit mehr als ein zahnmedizinisches Instrument. Er sah voraus an, dass wissenschaftliche Arbeiten bis hin zu Doktorarbeiten den aMMP8 als Biomarker der Zukunft in der Sportmedizin untersuchen würden. Anders als die bisher genutzten Parameter aus dem zweiten Morgenurin, die oft erst Monate später reagieren, schlägt der aMMP8 sehr schnell an und macht Überlastungsreaktionen bei Spitzenathleten frühzeitig sichtbar. Gemeinsam mit einer Champions League Mannschaft in Österreich wurde dieser Ansatz bereits getestet.

Ebenso bedeutsam ist die Verbindung zur allgemeinen Krankheitsfrüherkennung. Prof. Volland berichtete von einer außergewöhnlich hohen Korrelation zwischen dem Destruktionsmarker und Erkrankungen wie Diabetes. Erhöhte aMMP8 Werte traten häufig parallel zu erhöhten Langzeitzuckerwerten auf, oft schon bevor klinische Symptome auftraten. Damit können Zahnärzte zu einem wichtigen Frühwarnsystem werden, das auf Prozesse außerhalb des Mundraums hinweist.

Das Vermächtnis: interdisziplinäre Medizin und Selbstregulation

Was dieses Gespräch besonders auszeichnet, ist die interdisziplinäre Haltung, die Prof. Wienecke verkörperte. Dass ein erfahrener Professor wie Gerd Volland sich entschloss, bei ihm Mikronährstofftherapie zu studieren, zeigt, wie sehr es ihm um die Verknüpfung der Fachdisziplinen ging. Sein Befund über die moderne Ausbildung war klar: Es gibt hervorragende Spezialisten in den einzelnen Gebieten, doch die Verknüpfung zum Ganzen wird noch kaum vermittelt. Die verschiedenen Fächer sprechen unterschiedliche Sprachen.

Genau diese Lücke wollte Prof. Wienecke mit seinem Masterstudiengang an der Fachhochschule des Mittelstands in Bielefeld schließen. Sein Anliegen war eine Medizin, die Ursachen erkennt, biochemische Störungen korrigiert und den Körper in die Selbstregulation führt. Der aMMP8-Speicheltest war für ihn ein Schlüssel auf diesem Weg, ein einfaches, schnelles und aussagekräftiges Werkzeug, das diese Vision greifbar macht.

Sein Medical Team führt dieses Lebenswerk heute bei Energy for Health, beim Schwesterunternehmen SALUTO und auch im Studiengang Mikronährstofftherapie und Regulationsmedizin weiter.

Schauen Sie sich das gesamte Video an, um noch mehr Einblicke in die Forschung und das Denken von Prof. Dr. Elmar Wienecke zu gewinnen. Es lohnt sich, dieses Gespräch in voller Länge zu erleben: